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McQueen im Barbican

McQueen im Barbican

„Dirty Looks Desire and Decay in Fashion“, eine Ausstellung im Barbican, London, die sich mit der Auflehnung gegen Konventionen durch Kleidung beschäftigt.

„Dirty Looks Desire and Decay in Fashion“, zu sehen vom 25. September 2025 bis 25. Januar 2026 im Barbican, ist eine transgressive Erkundung von Schmutz und Verfall als Widerstand gegen die zeitgenössischen Schönheitsstandards.

McQueen spielt eine wichtige Rolle unter den absichtlich in Mitleidenschaft gezogenen Kleidern, den gefärbten Jeans, den mit Schlamm bespritzten und den recycelten Kleidungsstücken.

Das Haus wird seit langem mit provokanten Themen in Verbindung gebracht, die von der Natur, von Spannungen und Grenzüberschreitungen angetrieben werden und eine Schlüsselrolle bei der Behandlung der Fragen spielen, die im Mittelpunkt der Ausstellung stehen. Die Kuratorin Karen Van Godtsenhoven wählte drei Stücke aus dem Archiv von Lee Alexander McQueen aus, die jeweils mit den Kernthemen der Barbican-Ausstellung übereinstimmen.

Herbst/Winter 1995 „Highland Rape“ Kleid

Look 06: ein Spitzenkleid, das wegen seiner Zerbrechlichkeit in einer Glasvitrine ausgestellt wird.

Hergestellt aus preiswerten Materialien, die bei lokalen Stofflieferanten in Soho, London, gekauft wurden. Zarte florale Spitze wurde von Hand geschnitten und gefärbt. Das Mieder ist mit Latex in der Gießtechnik aus einem Eisenwarenladen überzogen und mit Angeldraht gebunden, was McQueens Einfallsreichtum und Innovation unter Beweis stellt. Die Silhouette: an der Schulter und am oberen Bein zerrissen, was den Körper enthüllt und auf die viszerale Natur der Erzählung der Show verweist. Es knüpft an das Thema „Romantic Ruins“ der Ausstellung an und untersucht die Abnutzung als Ästhetik in der Mode.

Frühjahr/Sommer 2003 „Irere“ Kleid

Look 20: Drapiertes Kleid aus zartem Seiden-Creponne, das mit Tee gebeizt wurde, um einen natürlichen Rot-Ton zu erzielen, und mit unbearbeiteten Kanten in Distressed-Optik, die aussehen, als wären sie von den Elementen verwittert.

Alexander McQueens „Irere“ Kollektion erzählte die Geschichte vom Überleben und der Verwandlung eines Schiffbrüchigen. Die Models erschienen an Land gespült, mit dunklem Augen-Make-up und zerzaustem Haar. Die Silhouette und Struktur des Kleides wird durch eine aufwendige Korsettierung erreicht, eine Technik, die Lee Alexander McQueen beherrschte und die auch heute noch im Haus verwendet wird. Das Modell ist auch Teil des Themas „Romantic Ruins“ in der Ausstellung.

Herbst/Winter 2000 „Eshu“ Kleid

Look 08: Besteht aus zwei Teilen. Das Mieder ist auf einer Tüllbasis mit drapierten Schichten aus natürlichen und gelb gefärbten Holzperlen gefertigt. Der Rock aus beigem Tüll wurde am Saum mit einer Mischung aus rotem Ton und Latex behandelt.

Das Kleid, eine Erkundung der Couture-Handwerkskunst in Kombination mit viszeralen Textilbehandlungen, stellte eine Herausforderung für das Konservierungsteam dar, als es den Look in der Ausstellung installierte. Damit der Look vertikal an der Schaufensterpuppe ausgestellt werden konnte, ohne Schäden zu verursachen, mussten Verstärkungen angebracht werden, um das Gewicht der Tonapplikation auf dem Tüllrock zu tragen. Dies wurde durch die Verwendung von diskreten Magneten erreicht, die von Hand bemalt wurden, um mit der Textur des Tons übereinzustimmen, und die den zerbrechlichen Rock an einer Unterkonstruktion befestigen, um den Druck auszugleichen, der andernfalls Schäden an einem so wertvollen Archivstück verursachen würde. Zu sehen in der Sektion „Nostalgia of Mud“ der Ausstellung.

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